15. April 2013

Ich seh etwas, was du nicht siehst

flickr.com/dsdsdsdsdsds
flickr.com/dsdsdsdsdsds

Dieses Spiel kennt doch jeder! Meist wird es von Kindern zum Überbrücken langweiliger Autofahrten genutzt um die Zeit herum zu bekommen. Doch auch Erwachsene können sich noch viel von diesem „Kinderspiel“ abschauen! Es ist ja nicht so, dass man alle gesehenen Dinge auch mit seinen eigenen Augen sieht und das Spiel somit gewinnt. Vielmehr lebt dieses Spiel ja davon, dass jemand Dinge sieht, die andere nicht sehen. Doch was hat das jetzt mit Gott bzw. meinen Mitmenschen und mir zu tun?

„Ein Mensch sieht was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an.“ 1.Samuel 16, 7


Als ich die Bibel nach einem Thema für meine erste Onlineandacht „durchforstet“ habe, bin ich auf diesen wirklich „hammermäßigen“ Vers im 1.Buch Samuels gestoßen und hab die Bibel wieder neu für mich entdeckt. Wie oft ist es schon vorgekommen, dass ich Menschen zu schnell verurteilt habe und nur auf das Äußere geachtet habe? Mit solchen, oft übereilten Handlungen und damit verbunden Entscheidungen und Ratschlägen habe ich schon viele Leute verletzt und dabei alles meist nur noch schlimmer gemacht als es sowieso schon war. Doch was kann ich tun um dies in Zukunft zu vermeiden? Die Antwort auf diese Frage steht für mich im wichtigen 2.Versteil: Wenn Gott, unser Vater auf uns Menschen schaut , kommt es nicht darauf an, wie wir äußerlich aussehen und uns präsentieren, sondern wie es unserem Herz aussieht.
Also nicht: Ich habe das Tollste, Beste, Schönste, Meiste und Größte erreicht und war ein Vorbild für andere. Gottes Liebe und Blicke reichen viel tiefer als nur an die Oberfläche. Sollte ich dann nicht auch versuchen mehr zu sehen? Ich denke, wenn wir bei anderen Menschen viel tiefer schauen und nicht nur an der Oberfläche kratzen würden, würden sich einige Probleme auch ohne Streit und Zank klären, vermeiden und sogar beenden lassen!

Dies fängt beim Umgang mit anderen Menschen an,
…… über den zu langsam fahrenden PKW-Fahrer der vielleicht gerade an seine Eheprobleme oder Arbeitsstress denken muss…
... das Ärgern eines Mitschülers, nur weil ich zu einer bestimmten Gruppe gezählt werden möchte…
... eine scheinbar erfundene, kleine Notlüge, damit ich vor anderen nicht schlecht dastehe.

Haben wir nicht alle Probleme, Ängste und Sorgen und brauchen eigentlich jemanden der uns zuhört und uns versteht? Die Optik spielt hier natürlich auch eine gewisse Rolle, aber das was wir in unseren Herzen fühlen, denken und glauben ist das Wichtigste. So lädt z.B. ein freundlicher Blick und ein nettes Lächeln doch andere dazu ein einen Stück Lebensweg mit uns zu gehen. Dabei können wir mit unseren und gemeinsamen Ängsten immer zu Gott kommen.Ich hoffe und wünsche mir, dass wir alle, vor allem gemeinsam, die Liebe Gottes erfahren und miteinander teilen können. Damit wir auf dem rechten Weg gehen, nicht nur mit unseren Augen, sondern auch mit unseren Herzen sehen. Denn dort ist auch Gott.

„Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne wie ich’s meine.und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“ Psalm 139, 23.24

Amen

Erstellt von Matthias Urbank am 15.04.2013 um 09:31 Uhr.