29. September 2014

„Ok, Gott lenkt. Aber wer denkt?“

Vor zwei Wochen war ich in Wetzlar zum Praktikum und lief an einer Kirche vorbei, an der genau dieser Spruch stand. Sofort als ich ihn sah, fing er an, mich zu beschäftigen. Was hatte den Verfasser dazu bewegt, das an diese Wand zu schreiben?


"Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg, aber der Herr allein lenkt seinen Schritt." (Sprüche 16,9)

Zunächst einmal würde ich die Behauptung aufstellen, dass wir Menschen nur in den seltensten Fällen die "richtige Portion" denken. Meistens denken wir viel zu viel oder zu wenig über Dinge nach, die wir tun oder lassen könnten. Doch oft wird die Situation dadurch nicht leichter, sondern es kommt eher zu noch mehr Verwicklungen.
Manche Menschen denken darüber nach, wieso sie nicht so sein können, wie andere. Andere machen sich Gedanken, welchen Sinn das Leben hat. Und wieder andere - unter ihnen vielleicht der Verfasser des Spruchs - denken darüber nach, warum so viele Dinge auf der Welt geschehen, die uns oder anderen schaden. Doch bei diesem Gedanken sollte man nicht vergessen, dass Gott uns Menschen einen freien Willen gab. Und das bedeutet auch, dass wir Fehlentscheidungen treffen können.
Oder wir treffen Entscheidungen, von denen wir meinen, dass sie uns unserem Ziel näher bringen. Leider interessiert uns oft nicht, was Gott darüber denkt. Noch dazu sind unsere Ziele nicht alle die gleichen, weshalb es zu kleineren oder eben auch großen Krisen und Konflikten kommt.
Bei alledem sollten wir aber trotzdem daran denken, dass Gott nicht nur das Weltgeschehen lenken kann, sondern auch unsere persönlichen Gedanken. Wenn wir ihn darum bitten, dann zeigt er uns, wie wir solche Konflikte vermeiden können. Und vielleicht zeigt er uns sogar ein ganz anderes Ziel, für welches wir andere Entscheidungen treffen. Ich denke, dadurch kommen wir dem, der die Welt so perfekt lenkt, wieder ein Stück näher! Oder was denkst du?

Erstellt von Lisa Krause am 29.09.2014 um 08:30 Uhr.