07. Juli 2014

Vater unser im Himmel …

Wie oft haben wir das schon gehört? Jeder Konfirmand muss es auswendig können, es ist Thema in Gottesdiensten, dem Unterricht und und und … Total langweilig, schon wieder darüber zu reden – oder? Vielleicht ist ja genau das der Grund, es mal wieder zu beleuchten.


Mir fällt in letzter Zeit immer wieder auf, wie monoton die Gemeinde dieses Gebet vor sich hermurmelt. Dabei sind das doch die Worte, die Jesus seinen Jüngern - oder viel mehr uns allen - gegeben hat, um mit Gott zu reden! Ich finde, auch wenn die Worte dieses Gebets vorgegeben sind, so sind sie doch privat, denn der Inhalt betrifft jeden von uns persönlich. Seitdem mir das klar wurde, spreche ich es ganz bewusst mit und betone die Stellen, die mir wichtig sind. Und drei dieser Stellen möchte ich jetzt genauer beleuchten:

1. Vater Unser

Ja, auch wenn das Vater Unser diesen Namen trägt, so übergehen wir es doch oft: Gott ist unser liebender Papa, der für uns da ist und um uns sorgt. Und dieser Papa möchte, dass wir uns so oft wie möglich bei ihm melden. Und wir dürfen ihm alles erzählen, da bin ich mir sicher!

2. DEIN Wille geschehe

Wie unsere "richtigen" Eltern, will auch Gott nur das Beste für uns. Und auch wenn der Weg dafür manchmal nicht unserer eigenen Vorstellung entspricht, so weiß er doch, was gut und richtig für uns ist. Manchmal sollten wir unseren eigenen Dickkopf also doch mal abschalten, um auf ihn zu hören.

3. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Eine eigentlich ziemlich simple Aussage, mit umso schwerwiegenderem Inhalt, denn mir fiel auf, dass das (zumindest für mich) gar nicht so einfach ist! Beispielsweise ist am Wochenende mein Portmonee auf mysteriöse Art und Weise verschwunden. Und seitdem bin ich nur am schimpfen über den unbekannten Finder (oder Dieb?), denn mit dem Portmonee gingen natürlich auch Personalausweis, Buskarte, Krankenkassenkarte und so weiter verloren. Doch das ist ja wohl gar nicht das, was Gott sehen will! Auf jeden Fall ein Punkt, an dem ich noch arbeiten muss. ;)


Also, sprichst du das Vater Unser bewusst, machst es zu deinem persönlichen Gebet, oder gehörst du zu denen, die sich freuen, wenn es schnell vorbei ist? Achte mal darauf!

Erstellt von Lisa Krause am 07.07.2014 um 15:00 Uhr.