12. September 2013

Letz fetz! - Äääh, welche Straßenbahn nehmen wir?

„Wir nehmen den Bus!“ Na gut, so geht’s auch. Aber was wollen wir eigentlich machen? Mal abgesehen davon, dass wir mithilfe einer Stadtrallye Berlin erkunden, könnten wir in den Zoo, das Technikmuseum, einfach nur shoppen gehen und und und…
Da die Leute aus Senftenberg und Spremberg sich erst in Cottbus vereint haben, hat das Ganze mit: „Wenn die Spremberger diesen Zug nicht schaffen, müssen sie den nächsten nehmen.“ und einem: „Wie war eure Woche so?“ als sie doch pünktlich kamen, angefangen. In der Großstadt angekommen, machte sie ihrem Titel alle Ehre: Die erste Runde Fahrpläne lesen begann. In der „Dorfkirche“ wurden wir herzlich von Anne und Clara empfangen. Unsere überschauliche Gruppe von 14 Leuten war komplett.


Nach kurzem Einleben ging es auch schon weiter: Die Bundestagskuppel ruft! Ein Zwischenstopp beim abends hell erleuchteten (und sehr schön aussehenden) Brandenburger Tor war eingeplant, bevor wir durch die Glaskuppel Berlin bei Nacht bestaunen konnten.
Später zurück in den „Schlafgemächern“, sind alle relativ zügig ins Bett gegangen, da die meisten müde waren. Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht (einige hatten das Vergnügen, auf den Tischen zu schlafen), wurde der Tag mit dem Frühstück und einer Andacht begonnen. Dann wurden die Taschen gepackt und die Stadtrallye gestartet. Fahrpläne lesen, einsteigen, feststellen, dass man sich verfahren hat, aussteigen, Fahrpläne lesen, einsteigen, aussteigen, Berlin angucken, lachen, einsteigen… Es war sehr amüsant!

Die Freizeit am Brandenburger Tor – statt einem Zoobesuch - wurde in kleineren Grüppchen genossen. Beim Jugendgottesdienst, den wir danach besuchten, haben wir neue Leute kennengelernt und wurden unter anderem dazu ermutigt, darüber nachzudenken, wie das persönliche Leben als Christ aussehen kann. Sollte man seinen Glauben nicht öffentlich leben? Gesagt, getan. Wir haben zusammen auf einem Bahnhof Lobpreislieder gesungen und einige haben auch durch Schilder gezeigt, welche Einstellung wir haben. Es war eine glaubensstärkende Erfahrung, nach der wir wieder in die Dorfkirche fuhren. Dort folgte noch ein Denkanstoß von Cord, bevor wir schlafen gingen.

Sonntags hieß es nach dem Morgenrock, dem Frühstück und der Andacht, noch einmal die Lieder zu üben, die wir für den Gottesdienst der Dorfkirche ausgesucht hatten. Diesen besuchten wir dann auch und durften mit den dortigen Kirchbesuchern Abendmahl feiern.

Leider hieß es danach schon, die Koffer zu packen und abzureisen. Obwohl wir uns kurz darauf von Anne trennten, die zu ihrer eigenen Wohnung innerhalb Berlins fahren wollte, sahen wir sie aufgrund mangelnder Erfahrung an Fahrplänen lesen noch zwei Mal wieder, bevor wir uns endgültig von ihr verabschiedeten. Nach einigem Fahren trennten sich dann auch die Senftenberger und Spremberger wieder, bevor schließlich jeder sein eigenes Zuhause aufsuchte.

Alles in allem war es ein gesegnetes Wochenende, in dem wir die Hauptstadt erlebt haben, wie sie wirklich ist und eine erlebnisreiche Zeit zusammen verbrachten.

Erstellt von Kim Wiersma am 12.09.2013 um 21:48 Uhr.