10. Juni 2017

Du siehst mich – Einsatz auf dem Kirchentag

Mit dem Motto „Du siehst mich.“ startete der diesjährige Kirchentag im Rahmen des Reformationsjubiläums mit dem Abend der Begegnung. Und wir als Jugendarbeit mittendrin


mit einem Grillstand an der Französischen Straße in Berlin. Du siehst mich. – vernebelt vom Rauch der Steakscheiben, so dass 2 Wochen später immer noch alle Sachen nach verbranntem Fett riechen.

Vielleicht hätte man die Bibel vorher lesen sollen. „Mir sind alle deine Rauchopfer ein Gräuel“ (aus Jes. 1.) Du siehst mich – auch wenn ich nur einer von tausend bin, die Obama und Merkel zuhören, wie sie sich gegenseitig in den Himmel loben, auch wenn sie dich nicht dabei nicht vergessen. Du siehst mich – bei der Nachtwache im Nachtquartier. Kaffee kochen. Auf Teilnehmer warten, die noch die letzte S-Bahn erreicht haben. Geschichten aus ganz Deutschland hören. Kirchentag verbindet. Du siehst mich – als ich von der Nachtwache ermattet, im Messegarten einschlafe, umrahmt von tausende Menschen, die sich auch gemütlich im Gras niedergelassen haben und den Gospelrhytmen lauschen. Kirchtagsfeeling pur. Du siehst mich – wie ich eine Träne vergieße, nachdem ich die seelsorgerlichen Worte von Anselm Grün auf mich wirken ließ. Du bist wirklich ein Gott der helfen und heilen will. Du siehst mich - wie ich verloren im Meer der BVB und Eintracht-Fans herumirre, die mit ihren Lobgesängen scheinbar eine andere Religion anbeten. Christen sind wohl in der Unterzahl. Du siehst mich – wie ich nicht nach Wittenberg fahre, weil ich nach der dritten Nachtwache einfach nur mein Bett will. Anscheinend war ich wohl nicht der einzige, der so handelte. Die große erwartete Besucherzahl blieb wohl aus.

Du siehst mich - wie ich dankbar bin, über viele Begegnungen und dem Wissen es gibt viele Christen in Deutschland und wir sind gemeinsam unterwegs.

Cord Heinemann

Erstellt von Paul Georg am 10.06.2017 um 12:44 Uhr.